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V. Einige Vorschläge zur Veränderung
der Gestaltung und Nutzung von Klangsynthese- und Kompositionsystemen
Da im vorangegangenen Kapitel dargelegt wurde, daß die produktive
Nutzung neuer Technologie in der Komposition weniger von der Qualität
der Werkzeuge als vielmehr von den sozialen und institutionellen Rahmenbedingungen
abhängt, möchten wir im Folgenden nur kurz einige Anmerkungen
zur Gestaltung von Computersystemen für die Klangsynthese und Komposition
machen und stattdessen etwas ausführlicher auf mögliche Veränderungen
der Rahmenbedingungen eingehen.
V.1 Anmerkungen zum Prozeß des Systemdesigns
Die Befragungen der Komponisten zeigte - ähnlich wie die Untersuchung
der Werkzeuge im Einzelnen - , daß die meisten Systeme nicht die Nutzerfreundlichkeit
aufweisen, wie sie für den Computerlaien - und dies sind Komponisten
häufig - notwendig wären. Insbesondere bei der Konzeption der
sogenannten Benutzerschnittstellen sollte man sich stärker als bisher
am Stand der Forschung innerhalb der Softwareergonomie orientieren, denn
so bereits ließe sich eine primär wirksame Barriere gegenüber
der Nutzung von Computertechnologie in der Komposition jenseits aller kunstimmanenten
Vorbehalte abschwächen. Um die Anwendbarkeit der jeweiligen Systeme
zu gewährleisten, sollte überdies ein anderer Designprozeß
anvisiert werden, als dieser üblicherweise praktiziert wird: Die partizipative,
evolutionäre Systemgestaltung[42].
Dieser Ansatz basiert auf der Überlegung, von Beginn einer Systementwicklung
an potentielle Nutzer an der Systemgestaltung zu beteiligen. Dieser partizipative
Entwicklungsansatz[43] gewinnt dann besondere
Kraft, wenn in evolutionären Zirkeln Prototypen entwickelt werden,
die von den Nutzern in ihrem jeweiligen Entwicklungsstand erprobt werden
können und dementsprechend Änderungsvorschläge in nachfolgende
Prototypen integriert werden können. Entwicklungs- und Evaluationsschleifen
lösen so einander ab und gewährleisten eine Systemkonzeption,
in der die Bedürfnisse und Anforderungen der Komponisten von vornherein
Berücksichtigung finden.
Insbesondere trägt dieser partizipative evolutionäre Vorgang der
Tatsache Rechnung, daß bei Vorabbefragungen viele Komponisten keine
konkreten Angaben bezüglich der Beschaffenheit von Systemen machen
können, weil sie mit dem Potential der Technologie nur ungenügend
vertraut sind. Erst durch die sukzessive Beschäftigung mit der Technologie,
wie es in einem partizipativen Designprozeß vorgesehen ist, sowie
in den evolutionären Erprobungsphasen konkretisieren sich die Bedürfnisse
der Komponisten in einer Weise, daß diese den jeweiligen Softwareentwicklern
in einer verständlichen Weise mitgeteilt werden können.
Im Rahmen des Projektes erprobten wir dieses Vorgehen bei der Entwicklung
von GiST, einem Toolkit für Granularsynthese, das in enger Zusammenarbeit
mit einem Komponisten vorgenommen wurde. Im Verlauf dieser Zusammenarbeit
lernte der Komponist nicht nur, seine Ansprüche zu formulieren, sondern
aufgrund der evolutionären Vorgehensweise konnten diese nach verschiedenen
Erprobungsphasen im Systementwurf berücksichtigt werden[44].
V.2 Hinweise zum Systementwurf
Allerdings beinhaltet auch dieses Vorgehen nach wie vor ein Problem grundsätzlicher
Natur: Die Tatsache, daß Komposition - wie wir in unseren Untersuchungen
nachweisen konnten - ein weitgehend individueller Vorgang ist, zeigt einen
wichtigen Unterschied auf gegenüber Feldern, für die üblicherweise
Computerprogramme entwickelt werden. Das traditionelle Software-Engineering
zielt nämlich darauf, in den entsprechenden Anwendungsfeldern verallgemeinerbare,
bereits teilformalisierte Prozesse zu identifizieren, für die sich
eine Unterstützung durch Computersysteme geradezu anbietet. In solchen
Feldern erweisen sich die klassischen Konzepte generischer Modellierung
als hilfreich. Im Gegensatz dazu zeigte sich in den Befragungen, daß
im Bereich der Komposition derartig verallgemeinerbare Konzepte kaum zu
finden sind und - sofern sie in Systemen verwandt wurden - immer wieder
als Barriere bzw. Zwang zur Standardisierung interpretiert wurden. Aus dieser
Einschätzung folgt, daß Klangsynthesewerkzeuge der Individualität
des kompositorischen Vorgehens Rechnung tragen müssen. Offene Systemarchitekturen
mit einem modularen Aufbau, die den Komponisten erlauben, daß sie
sich quasi selbst ihr Werkzeug zusammenbauen, sind demnach eine unbedingte
Voraussetzung einer kreativen Nutzung solcher Werkzeuge. In Form einer Toolbox
oder einer hohen, komfortablen objektorientierten Programmiersprache können
spezifische Leistungen angeboten werden, so daß jeder Komponist das
System entsprechend seinen individuellen Anforderungen anwenden kann. Im
Kontext unseres Projektes wurde in Zusammenarbeit mit einem Komponisten
ein derartiges System ("Foo") entwickelt, das den Erfordernissen
der Modularität, Transparenz und Offenheit zwar genügt, jedoch
seitens der Nutzer gewisse Erfahrungen bei der Nutzung von Software voraussetzt.
Dies liegt zum Teil daran, daß der hieran beteiligte Komponist seit
langem über fundierte Programmierkenntnisse und über breite Erfahrungen
in der Klangsynthese verfügt[45].
Am Beispiel von Foo läßt sich demnach zeigen, wo augenscheinlich
ein grundsätzliches Problem der Programmentwicklung für Klangsynthese
und Kompositionsunterstützung liegt: Wenn man nämlich den Anforderungen
von Modularität, Offenheit und Flexibilität genügen will,
so impliziert dies oft, daß die entsprechenden Systeme schwer handhabbar
sind und seitens der Komponisten Computer- oder gar Programmiererfahrung
voraussetzen. Diese Divergenz muß sicherlich als eines der Probleme
bezeichnet werden, die es in Zukunft vorrangig zu lösen gilt.
Folgt man den Beschreibungen der Komponisten, interessanterweise aber auch
den Ausführungen vieler Theoretiker (z.B. Adornos), so beinhaltet das
(Klang-)Material selbst bereits die Art seiner möglichen Organisation,
d.h. es impliziert schon Möglichkeiten seiner Formgebung. Infolgedessen
- so die entsprechenden Aussagen - müsse man nur dem Material dahin
folgen, "wo es von sich aus hinwolle"[46].
Die Arbeit an den Grenz- und Bruchstellen zwischen strukturiertem und unstrukturiertem
Klang, wie sie in den Arbeiten eines Komponisten deutlich wurde, stellt
eine solche, am impliziten Angebot des synthetischen Materials sich orientierende
Form des Umgangs dar. Und Gleiches gilt für die Arbeit eines anderen
Komponisten, der auf der Basis selbstkonfigurierter Klangkategorien arbeitet.
Um aber solche "Angebote" des Materials aufspüren zu können,
bedarf es einer weitestgehenden Transparenz des Leistungspotentials der
jeweiligen Systeme. Die impliziten Modelle dieser Systeme und die ihnen
zugrundeliegende Idee von Komposition müssen den Komponisten offengelegt
werden, um ihnen zu ermöglichen, diese Modelle zu übernehmen oder
sich von ihnen zu distanzieren.
V.3 Anmerkungen zu Repräsentations- und
Modellierungstechniken
Bereits Varese plädierte im Jahre 1936 für die Zusammenführung
von Kunst und Wissenschaft, um neue Klänge und damit einhergehend auch
neue sinnliche Erfahrungen zu ermöglichen. Bezugnehmend auf seine eigenen
Kompositionen forderte er darüberhinaus die Einführung eines neuen
Notationssystems, in dem graphische Symbole der Umsetzung des kompositorischen
Denkens in Klang dienen. Er plädierte für eine Art seismographischer
Aufzeichnung, ähnlich den Formen der Aufzeichnung, die vor der Entwicklung
der Notenschrift für den Gesang benutzt wurden[47].
Die Bedürfnisse der befragten Komponisten gehen in eine ähnliche
Richtung: Ganz deutlich wird der Wunsch artikuliert, die Visualisierung
von Klängen und Klangverläufen noch mehr auszubauen, um die imaginativen
Fähigkeiten in der Vorstellung von Klangstrukturen und - veränderungen
anzusprechen und zu verfeinern. Hier könnten Computerwerkzeuge wirklich
imaginationsunterstützend wirken, was allerdings voraussetzt, daß
über die Visualisierung des Klangs eine räumliche, quasi körperliche
Darstellung von Klängen gelingt, mittels derer man leichter einen Bezug
zwischen der Repräsentation und seinem Empfinden (seiner Wahrnehmung)
herstellen kann. Die zeitliche Entfaltung eines Klangs, seine Struktur und
seine Nuancen sind gerade über Visualisierungen erfahrbar und bilden
auf diese Weise den Grundstock, um das technologische Material zum Teil
der Vorstellungswelt von Komponisten werden zu lassen[48].
Diese Überlegungen haben beispielsweise bei der Entwicklung des Programms
"AudioSculpt" eine wesentliche Rolle gespielt.
Weiterhin positiv bewertet durch die befragten Komponisten werden Repräsentationstechniken,
die sich an der konkreten Kompositionssituation orientieren und anknüpfen
an die Erfahrungswelt von Komponisten jenseits und vor der Nutzung von Computersystemen.
Als besondere Methodik ist hier die physikalische Modellierung[49]
als Klangsynthesetechnik zu nennen, mit der Bezug genommen wird auf die
Kenntnisse der Komponisten über die Klangwelt realer Instrumente. So
werden isolierte Klangeigenschaften von Instrumenten bzw. Instrumententeilen
simuliert und können im System durch den Komponisten in neuer Art und
Weise miteinander verknüpft werden. Dies bietet den Vorteil, daß
einerseits angeknüpft werden kann an die realen Instrumentenerfahrungen
der Nutzer als auch neue Klangereignisse geschaffen werden können durch
die modulare Verbindung real nicht kombinierbarer Klangfragmente[50].
Der Umgang mit Klängen erfolgt bislang zumeist über graphische
oder numerische Repräsentationstechniken, die in jedem der beiden Fälle
eine reflexive Distanzierung voraussetzen. Dies entspricht jedoch offensichtlich
nur in gewissem Umfang der Art und Weise, wie Komponisten Klänge erleben
und handhaben. Ebenso wichtig ist das körperliche Verhältnis,
das zum Klang, zu seinem Verlauf und zu seiner Dynamik entwickelt wird,
die "Gestik des Klangs". Wenn man nämlich beispielsweise
mit Komponisten über Klänge spricht, die in ihrer Vorstellungswelt
existieren, dann fällt auf, daß Komponisten sehr häufig
mittels einer expressiven Gestik ihre Vorstellungen unterstreichen. Auch
der Begriff der Formung des Klangmaterials, der in den Interviews und Schriften
von Komponisten immer wieder auftrat, verweist, ebenso wie die wahrnehmbare
Bedeutung der Gestik, auf eine körperbezogene Vorstellungswelt, die
nicht als rein mentale gedeutet werden kann. Die klangliche Vorstellung
ist so immer auch eine gestische Vorstellung und wird als solche häufig
in den individuellen Skizzen als Vorstufe zur Komposition fixiert. Sie spiegelt
sich wieder in bestimmten, subjektiv entwickelten Notationsformen, die auf
eine Dynamikkomponente, auf Spannungsaspekte des imaginierten Klangs und
Klangverlaufs deuten, welche dann in der Aufführungssituation von den
Instrumentalisten mithilfe bestimmter gestischer Operationen vollzogen wird.
Die "Gesten" gewinnen so eine semantische Funktion, auf die jeder
Komponist Bezug nimmt in seiner Arbeit, zumal sie "sont aussi présents
dans l'acitvité de celui qui, sans produire, écoute de la
musique et participe á une practique musicale"[51].
Die Interpretation der Gestik ist jedoch - weil die Gestik eine höchst
persönliche Form des Ausdrucks ist - intersubjektiv nicht verfügbar
und damit nur bedingt sprachlich und symbolisch kodierbar und mitteilbar.
Wie jedes Moment körperlicher Expressivität bleibt die Gestik
so zu einem wesentlichen Anteil unbestimmbar.
Trotz dieser immanenten Barriere gilt es, diese Form der "(Re-)Präsentation"
der Klangwelten stärker in den Blick zu nehmen als bislang praktiziert.
Erste Ansätze existieren allerdings schon - sie werden unter dem Etikett
"gestual modeling" oder "gestual interfaces" subsummiert[52].
Konkret geht es um die Frage, wie die - in konkreten Interaktionen - gestisch
zum Ausdruck gebrachten, noch vage und diffus sich dem Komponisten zeigenden
Klänge und Klangverläufe in Repräsentationsformen "übersetzt"
werden können, ohne daß es zu einem massiven Verlust des gestisch-körperlich
Vermittelten kommt. Ein erster Schritt in diese Richtung scheint das vom
Grenobler Zentrum ACROE entwickelte System "CORDIS-ANIMA"[53]
zu sein; aber auch Forschungen zur Verwendung von Datenhandschuhen bei der
Gestenerkennung und Gestenmodellierungen, wie sie am MIT gemacht werden,
scheinen diesbezüglich relevante Arbeiten zu sein. Zudem läßt
sich aufsetzen auf Arbeiten zur "Telemanipulation", d.h. zur Steuerung
und Bewegung von Objekten aus Entfernung, im realen wie virtuellen Raum.
Es ist auffällig, daß dieser Bereich auf den Internationalen
Computermusik-Konferenzen der letzten Jahre einen erstaunlich geringen Stellenwert
eingenommen hat.
V.4 Explorationsräume
Wie bereits oben aber mehrfach angedeutet, sind die Vorschläge zum
Designprozeß und zur Gestaltung von Klangsynthesewerkzeugen eher nebensächlich,
weil die entscheidende Barriere zur produktiven Nutzung in der zeitgenössischen
Musik mehr an den sozialen Bedingungen der Kompositionstätigkeit sowie
dem spannungsreichen Verhältnis von Kunst und Technologie zu liegen
scheint.
Um eine künstlerisch befriedigende Integration der Technologie in den
Kompositionsprozeß zu ermöglichen, bedarf es demnach eines Umfelds,
in dem es KomponistInnen möglich ist, sich bei ausreichender Zeit,
Ruhe und Konzentration mit den Möglichkeiten der neuen Medien auseinanderzusetzen.
Dabei werden - je nach Institution - unterschiedliche Vorgehensweisen für
probat erachtet. Aus unseren empirischen Befragungen ergab sich die Erkenntnis,
daß gerade technologisch nicht Versierte einer sorgfältigen und
behutsamen Einführung in die Nutzung der jeweiligen Systeme bedürfen,
um existierende Hemmschwellen zu überwinden und die potentielle Handhabbarkeit
der Werkzeuge offen zu legen.
Besonders vielversprechend scheint die Vorgehensweise zu sein, KomponistInnen
zu mehrmonatigen Forschungsaufenthalten ohne anfänglichen Produktionsdruck
einzuladen, ihnen ein ausreichendes technisches Equipment zur Verfügung
zu stellen und sie durch musikalische Assistenten zu begleiten. Nur wenn
seitens der KomponistInnen schon Erfahrungen beim Umgang mit entsprechenden
Systemen existieren, ist es sinnvoll, ihnen alleine die Exploration der
technologischen Möglichkeiten des jeweiligen Systems zu überlassen
und ihnen konkrete Aufträge zu erteilen, die innerhalb eines festgelegten
Zeitraums erfüllt werden müssen[54]
Eine künstlerisch sinnvolle Arbeit kann nämlich - so unsere These
- nur gelingen, wenn zu Beginn der Auseinandersetzung mit den Angeboten
des neuen Materials spielerisch umgegangen werden kann, ohne daß sofort
produktorientiert gearbeitet wird. Forschungsstipendien an den entsprechenden
Institutionen sollten also gerade für Anfänger in diesem Bereich
produktionsunabhängige Erfahrungszeiträume beinhalten, um der
Gefahr des bloßen Effekts oder der ästhetisch nicht plausiblen
Nutzung synthetischen Klangmaterials - wie wir ihr heute häufig begegnen
- von Beginn an entgegenzuwirken.
V.5 Kooperationsbedingungen
Neben den institutionellen Rahmenbedingungen spielt aber auch das grundsätzliche
Spannungsverhältnis von Kunst und Technologie, vor allem die sich in
den Vertretern dieser Bereiche konkret niederschlagenden Differenzen von
Lebensstil, Interessen und Ansprüchen eine hemmende Funktion. KomponistInnen
wie Wissenschaftler und Technologen müssen sich von traditionellen
Leitbildern ihrer jeweiligen Disziplin lösen, wenn eine Zusammenarbeit
produktiv sein soll. Die Entwicklung eines medientechnisch erzeugten "Kunstwerks"
resultiert zumeist aus einer Kooperation verschiedener Beteiligter, so daß
die Frage nach der Autorenschaft sich neu stellt. Wenn nicht Einzelne alle
Fähigkeiten der drei Ausrichtungen in sich vereinigen - eine Vision,
die immer wieder neu propagiert wird, in der Realität aber wohl schwerlich
einzulösen sein wird - so sind KünstlerInnen auf die Zusammenarbeit
mit anderen angewiesen und müssen die ihnen ansozialisierten, narzistisch
gefärbten Selbstbilder aufgeben. Gleiches gilt allerdings auch für
WissenschaftlerInnen und technologisch Ausgebildete: die Ansprüche
und Perspektiven von Künstlern sind oft nahezu gegensätzlich zu
denen, die innerhalb der traditionellen Diskurse von Wissenschaft und Technologie
artikuliert wurden. Auch hier ist die Bereitschaft gefragt, die traditionellen
Leitbilder fallenzulasen und sich auf ein neues Terrain mit veränderten
Paradigmata zu begeben.
Resümierend läßt sich so festhalten:
- Ein partizipativer, evolutionärer Designprozeß ermöglicht
KomponistInnen überhaupt erst, ihre Ansprüche an Kompositionswerkzeuge
zu entdecken und gegenüber Systementwicklern ins Spiel zu bringen.
- Modularität, Offenheit und Transparenz sowie komfortable, an
Laien orientierte Benutzerschnittstellen sind Basiskriterien, denen Kompositionswerkzeuge
genügen müssen.
- Neben der Visualisierung sollte zunehmend nach nichtnumerischen Methodiken
der Repräsentation, der Kontrolle und Modellierung von Klangereignissen
gesucht werden, wobei sich interessante Anknüpfungsmöglichkeiten
bei VR-Techniken finden lassen.
- Ein institutionell gesicherter Freiraum für die spielerische
Exploration technologischer Möglichkeiten bei gleichzeitiger Unterstützung
durch kompetente Assistenten erscheint eine wesentliche Voraussetzung für
die breitere und befriedigendere Nutzung von Computertechnologie in der
Komposition zu sein.
Eine erfolgreiche Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, wie sie bei
der Nutzung von Technologie in der Kunst Voraussetzung ist, impliziert,
daß traditionelle Selbstbilder und Paradigmen der jeweiligen Bereiche
in Frage gestellt werden müssen.
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